Restliche Musikinstrumente

Geändert: 15.12.2017

Akkordeon

 

Akkordeon-Unterricht hatte ich ab meinem 5. Lebensjahr bei meinem Vater. Leider hatte ich mit seinem Pädagogikkonzept Probleme, weshalb ich daran wenig Freude fand. Das Akkordeon entdeckte ich für meine Musik erst sehr viel später wieder und setze es gelegentlich ein beim Spielen von irischer, bretonischer und französischer Folklore. 

Viele Jahre habe ich das Akkordeon sehr vernachlässigt, benutze es aber in letzter Zeit wieder bei vorwiegend französischer traditioneller Musik.

Autoharp                 

 

Während meiner Zeit in der Arbeitsgemeinschaft Folklore Mainz wurden im Haus der Jugend sehr viele Anglo-Folk-Stücke erarbeitet. Weil fasst jeder dort Gitarre spielte, suchte ich nach einer passenden Alternative. Die fand ich in der Autoharp, setze das Instrument in den letzten Jahren jedoch kaum noch ein.

Die Autoharp setze ich vorwiegend für "American folk" ein, obwohl es sicher auch noch andere Einsatzmöglichkeiten gäbe.

 

Banjo                   

 

Durch die Stücke von Pete Seeger fand ich Interesse am 5-String-Banjo. Das richtige Picking brachte mir in den 80-er Jahren Jürgen Schöntges bei, der damals ebenfalls Mitglied in der AG Folklore Mainz war. Ich blieb aber bisher ein lausiger Banjospieler, vielleicht, weil mir der Anglo-Folk nicht mehr so liegt.

Am liebsten spiele ich dem Banjo im "Finger-picking-style" amerikanische Folkstücke. 

Charango                 

 

Am Anfang der 80-er Jahre war ich ziemlich süchtig nach lateinamerikanischer, speziell südamerikanischer Folklore. Ausgelöst wurde dies schon in den  späten 60-ern durch die Schallplatten von "Los Incas". Meinen Charango und eine Charangoschule von Ernesto Cavour brachte mir Jürgen Schöntges von seiner Südamerika-Reise mit.
Ich spielte mehrere Jahre in der "Wackernheimer Marimba-Band" mit Helmut und Brigitte Gerlach, Willi Wind und einigen weiteren Musikern, deren Namen mir nicht mehr geläufig sind.

Bisher spielte ich auf dem Charango ausschließlich Andenfolklore aus Bolivien und Peru.

 Gitarren                                  

Während meiner Bundeswehrzeit 1967/68 wurde ich durch die Lieder von Joan Baez, Bob Dylan und Donovan zum Gitarrespielen inspiriert.  Ich kaufte mir von meinem schmalen Sold eine gebrauchte Stahlsaitengitarre und die Abende auf meiner Bude gehörten ab sofort ihr, während meine Kameraden lieber in der Kantine Bier süffelten. 
Durch diese Lieder angeregt, suchte ich die Mainzer Szene ab und fand Gleichgesinnte, die sich regelmäßig im Haus der Jugend trafen, um Folklore zu machen.  Zu den Leuten im "Folksing Club" und der "Arbeitsgemeinschaft Folklore Mainz" gehörten u.a. Musiker, wie Jürgen Schöntges, Wolfgang Hering, Gerd Gmelin, Uli Holzhausen und mein alter Freund und Weggefährte Lutz Weusmann.
Einem damaligen Bekannten kaufte ich die 'Gibson' Konzertgitarre seines verstorbenen Bruders ab. Dieser Gitarre gehörte jahrelang die erste Stunde nach getaner Arbeit. 1980 kaufte ich mir bei Oskar Teller eine Oktavgitarre. Die Decke der Oktavgitarre wurde 2009 repariert vom Gitarrenbauer Wolfgang Suttner.
1981 ließ ich mir vom Gitarrenbaumeister Manfred Pletz in Taunusstein eine neue Konzertgitarre bauen. Seit dieser Zeit setze ich die Gitarre außer zur Folklore auch für Renaissancemusik ein. Viele Stücke erarbeitete ich mir nach Tabulatursätzen, wovon leider nur sehr wenig Material erhältlich ist.
Auf meinen Gitarren verwende ich Saiten von Hannabach.

Die Gitarre nutze ich gerne zur Begleitung bei "american broad side ballades", Instrumental-Interpretationen  von Renaissance und zeitgenössischen Stücken  und im "finger-picking style" zur Folkbegleitung jeglicher Art. 

 Mandoline / Mandola                         

Die Mandoline hatte mich schon als Kind fasziniert, weil mein Vater so ein wohlklingendes italienisches Instrument besaß. In meiner "Sturm- und Drang-Periode" ging mir leider dieses Instrument zu Bruch. In den 80-er Jahren kaufte ich mir eine neue Mandoline und erhielt von einer lieben Verehrerin die Mandola ihres Großvaters geschenkt. Von da an gehören Mandoline und Mandola, außer der Gitarre, zu den Instrumenten, die ich gut beherrsche.
Die Decke der Mandoline wurde 2009 repariert von Wolfgang Suttner,  der auch die  Decke  und  zwei  Bauchzargen  der Mandola  2013 fachmännisch instand  setzte.
Auf diesen Instrumenten verwende ich Saiten von Pyramid, D'Addario oder Optima.

Seit Dezember 2017 bin ich stolzer Besitzer einer neuen Flachmandola von STEVENS CUSTOM GUITARS, die ich demnächst hier mit einem Foto vorstelle. Die G- und D-Saiten sind oktaviert und Bright Bronze Saiten von GHS und Thomastik. Boden und Zargen sind aus Padouk, die Decke aus Sitka-Fichte.

Auf Mandoline und Mandola spiele ich vorwiegend europäische Folkstücke, gerne auch bei Stücken von Mikis Theodorakis, den ich sehr als Komponisten verehre.

 Thüringer Waldzither

 

Mein Freund Peter Mehr verkaufte mir in den 90-er Jahren eine gebrauchte Waldzither. Diese zu spielen fiel mir leicht bei Verwendung der Grifftechnik des 5-String-Banjos. Leider ist im Winter 2011 die Decke gerissen und eine Reparatur lohnt sich nicht mehr laut fachkundiger Auskunft, weshalb sie jetzt nicht mehr einsatzfähig ist und ich sie daher 2012  verschenkt habe.

Auf ihr spielte ich hauptsächliche deutsche traditionelle Folklore-Stücke.